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Terroristen sind doch keine Gefahr?!?!? 17. Juli 2008

Posted by Stefan D. Christoph in Der Gärvorgang, Dr. Dr. Schäuble, Politisches.
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Wie den Medien heute zu entnehmen ist, hat Dr. Dr. Schäuble anscheinend keine Angst davor, dass Terroristen Anschläge auf Atomkraftwerke begehen.

Bedenkt man dabei einerseits, dass bereits schon ein Düsenjäger reichen kann, um den Stahlbetonpanzer eines Atommeilers zu sprengen möchte man gar nicht daran denken, was passiert, wenn ein Personenflugzeug da hinenkracht. Bedenkt man andererseits wie hoch Wolfgang Schäuble anscheinend die Gefahr einschätzt, dass wirklich Flugzeuge in Deutschland entführt werden (immerhin vergesetzlicht er im Flugsicherheitsgesetz ja sogar einen übergesetzlichen Notstand), mag einem doch Bange werden.

Vor allem auf die von Wolfang Schäuble angesprochenen Sicherheitsmaßnahmen mag ich nicht vertrauen. Wenn die Flugsicherung ein Flugzeug abschießt, dass auf ein AKW zu hält können die Flugzeugteile dennoch den Meiler durchschlagen.

Gerade an Isar 1 & 2, den beiden Reaktoren in meiner Nähe verläuft eine Luftverkehrslinie in lediglich 3 km Entfernung. Bis ein Jet diese 3 km zurückgelegt hat, hat die Flugsicherung doch noch nicht mal gemerkt, dass eines der Flugzeuge aus der Reihe tanzt. Von dem Sicherheitsnebel in den der Reaktor eingehüllt werden soll halte ich auch nicht all zu viel. Anscheinend haben die Sicherheitsingeneure der Anlage noch nichts von Kompass, Radar, GPS oder rechnergestützen Informationssystemen gehört.

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Kommentare»

1. Heinz - 11. August 2009

Terrorismus entmystifizieren
Die Terrorgefahr wird aufhören wenn die Ursachen bekannt sind und beseitigt werden. Die eigentliche Triebfeder des Terrors ist die Theologie. Terroranschläge zu planen, ist das Gefühl, für die Erschaffung eines revolutionären Staates zu kämpfen, der am Ende der ganzen Welt die Gerechtigkeit des Islam bringen würde. Wie rechtfertigen radikale Islamisten solchen Terror im Namen ihrer Religion? … Auf individueller Ebene mögen Muslime dem Säkularismus zustimmen oder ihn ablehnen, aber zumindest gegenwärtig erlaubt die formelle islamische Theologie ? im Gegensatz zur christlichen ? keine Trennung von Staat und Religion; diese werden als ein und dasselbe verstanden. Die jahrhundertealte islamische Rechtstradition beschreibt auch das Verhältnis und die Interaktion zwischen dem Dar ul-Islam (»Haus des Islam«, den muslimischen Ländern) und dem Dar ul-Kufr (den Ländern der Ungläubigen) ab und hält Verhaltensregeln für den Handel, für Krieg und Friedenszeiten bereit. Die Radikalen führen diese Grundsätze nun zwei Schritte weiter. Im ersten Schritt argumentieren sie, dass derzeit kein wahrer islamischer Staat existiere und dass demzufolge die gesamte Welt Dar ul-Kufr sein müsse. Schritt zwei heißt dann: Da der Islam den Unglauben bekämpfen muss, erklärt man der ganzen Welt den Krieg. Wie ich selbst wurden viele meiner einstigen Weggefährten von extremistischen Predigern in Pakistan und Großbritannien belehrt, dass diese neue Klassifizierung der Welt als Dar ul-Harb (»Haus des Krieges«) es jedem Muslim gestatte, die fünf geheiligten Rechte zu verletzen, die jedem unter der Herrschaft des Islam lebenden Menschen garantiert sind: Leben, Besitz, Land, Geist und Glaube. Im Haus des Krieges ist alles erlaubt, auch feige, verräterische Anschläge auf Zivilisten … Die Hauptursache für den Erfolg der Radikalen ist die Tatsache, dass die meisten islamischen Institutionen nicht über Theologie reden wollen. Sie weigern sich, die schwierige und oft komplexe Frage nach dem Stellenwert der Gewalt im Islam anzugehen; stattdessen wiederholen sie das Mantra, dass der Islam eine friedvolle Religion und der Glaube eine persönliche Angelegenheit sei, und hoffen, dass sich diese ganze Debatte irgendwie in nichts auflösen wird. Das hat den Radikalen im Bereich des religiösen Denkens freies Spiel gelassen. Als einer, der einst selbst neue Anhänger für die extremistische Lehre rekrutierte, muss ich es wissen: Jedes Mal, wenn wir aus einer Moschee verwiesen und verbannt wurden, fühlte sich das an wie ein moralischer und religiöser Sieg. Ich glaube, dass das Thema Terrorismus entmystifiziert werden könnte, wenn erst einmal Muslime und Nichtmuslime offen über die Ideen diskutieren würden, die den Terror unterstützen. Hassan Butt


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